Wir haben eine Schwäche für die 70er und 80er-Jahre-Pornomusik. Das haben wir bereits mit unserem Hinweis auf "Pornosonic" kundgetan. Im Zusammenhang mit dem 30. Geburtstag des italienischen Jeansherstellers Diesel hat die Kreativagentur The Viral Factory unter der Regie von Keith Schofield Pornos aus den 1980er Jahren auf witzige Weise durch Animationen und CGI-Effekte verfremdet. Ziel: Auf die XXX-Riesen-Party in 18 Großstädten auf der ganzen Welt aufmerksam zu machen.
Musikinstrumente spielen in diesem Spot dabei eine nicht unwesentliche Rolle.
Wieder einmal extrem hörenswert ist die aktuelle NoTalkRadio-Ausgabe mit der laufenen # 35. Optimal für einen herbstlichen Abend am Kamin mit einem guten Glas Rotwein. Durchgehend gute Musik. Reinhören!
Meine Verehrung! Hier hat Moloko zum einen eine (für meinen Geschmack) geniale Club-Nummer produziert, zum anderen endlich mal den Vocoder im Refrain sinnig eingesetzt: zurückhaltend, nicht aufdringlich und somit wirklich musikalisch gewinnbringend.
Die einzige Nummer, bei der ich übertriebenen (in diesem Fall eher bewusst übersteigerten) Vocoder-Einsatz passend finde, ist "California Love" von 2Pac (feat. Dr. Dre). Willenlos guter Groove zudem. Daft Punk sowieso. Da ist das Programm. Und bei dem Song "Hide & Seek" von Imogen Heap ist das Gerät ebenso genial eingesetzt und ebenfalls zwingend und - wie ich meine - sogar ungeschlagen. So!
Da es oben von Moloko nur die radiotauglichen "unter vier Minuten" zu sehen und hören gibt (die Album Version ist 07:22 lang), hier noch der dezente Hinweis zu der unwesentlich längeren Live-Version in Bild & Ton, deren Ansicht wirklich lohnend ist. Selten eine Band so auf den Punkt musizieren sehen.
(Kann bitte mal jemand zählen, wie viele Keyboards da auf der Bühne stehen?!)
Für mich immer noch sensationell dieses Stück "Refugee" der Formation Oi Va Voi (was jiddisch für "Herrjemine" oder " Meine Güte" steht). Bei diesen Live-Bildern bekommt man dann auch noch fast Lust, wieder einmal die Bühnen zu betreten, um Livemusik zu machen. Mit entsprechend formidabler Violinistin versteht sich...
Um es mal undifferenziert auf den Punkt zu bringen: Tolle Truppe, sagenhaft gute Musik!
Die Albumversion des Stückes bekommt man dann hier - visuell sehr stimmig umgesetzt - zu hören und sehen.
Für Freunde der tieftönenden Zunft, gibt es nun die ultimative Scheibe. Keine geringeren als Stanley Clark, Marcus Miller und Victor Wooten - jeder für sich genommen schon innovativ und einflußreich genug, um als musikalische Ausnahmegestalt zu gelten- trafen sich zum Triumvirat: S.M.V.
Die seit Jahrzehnten angesagtesten Basser aus den USA haben sich im Studio zusammengefunden und eine wirklich außergewöhnlich gute Scheibe gemacht: "Thunder". Neben neuen Songs wurden auch bekannte Hooklines aus den bisherigen Alben der drei Solisten aufgenommen und von den Protagonisten in ihrer unterschiedlichen Spielweise und ihrem eigenen Sound durch den Subraum gezogen. In genialer Weise inspirieren sie sich dabei gegenseitig und erliegen nicht der Versuchung sich in unendlichen Jams und technischen Frickeleien zu verzetteln und dabei die Musik zu vergessen. Die Kompositionen sind durchweg sehr gelungen, maximal groovy und soundlich absolute Oberliga. Passt! Ich zumindest bekomme beim Hören das seelige Grinsen einfach nicht mehr aus dem Gesicht...
Reinhören?!
Edit: ein sehenswertes Live-Video der drei gibt es hier zu sehen.
Die Macher von Phlow, dem Magazin für MP3-Musik und Netzkultur können zu Recht stolz sein: Innerhalb des ersten Jahres haben sie, laut eigenen Angaben, 180 MP3-Kritiken verfasst, über ihren Podcast-RSS-Feed 48.829 freie MP3s in alle Welt verteilt und mit mehr als 700 Kommentaren aus 189 Ländern ist das Feedback wirklich beachtlich.
Zur Feier des Tages veröffentlicht das Phlow-Magazine eine neue, feine Compilation mit Chill Out-Musik. Künstler wie Proviant Audio, Suhov, Niwa, aphilas, Crookram, Nils Hoffmann, Twizzle, Lokua, Apes on Tapes, Cri-Kong, Malty Media, Willbe (William Lamy), SmoKey131, Motown Junkie, enLounge, Comfort Fit, The Incognito Traveller und TrianguliZona geben sich die Ehre.
Besten Dank für diese freie Chill Out Compilation und das vergangene Jahr mit Euch. Ihr seid klasse! Weiter so!
Das Resümee: Eine Kreativwoche in Dänemarks Dünenlandschaft ist sehr zu empfehlen. Selten haben wir so intensiv und doch entspannt Musik machen können. Wir haben an zwei neuen Stücken gearbeitet, im Whirpool geplanscht, haben gelesen, geschlafen, Trauben- und Gerstensaft (zur Flüssigkeitssubstitution) getrunken, haben abends vorm Kamin bei einem guten Tropfen Single Malt Sounds und Rhythmen analysiert, den (fast schon kitschigen) Mond über dem Fjord über die Tage zu- und wieder abnehmen sehen und sind durch die Dünen und am Meer gelustwandelt. Was braucht man mehr, um effektiv und zwanglos zu konferieren?! Die Ideen kommen einem nur so zugeflogen, wenn man Zeit hat und die Seele baumeln lassen kann. Wir haben beschlossen, solche Intensiv-KonFerenzen zukünftig zu etablieren, um das KonFerenz-Dreieck Berlin-Kassel-München an einem "neutralen" Ort zu bündeln.
Eine Fotoauswahl unserer Kreativwoche haben wir bei Flickr für Euch hochgeladen: Voilà!